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17.03.2017, 09:15 Uhr | Otto Frauenberger (Stellv. Bezirksgartenfachberater) Übersicht | Druckansicht
Otto Frauenbergers Gartenkalender "März"
Pflanzkartoffeltag, Baumschnitt, Theoretische Grundlagen


Bis Monatsmitte können noch Tomaten und Paprika ausgesät werden. Auch andere Gemüsejungpflanzen und Blumen können im Zimmer, Frühbeet und Gewächshaus vorgezogen werden. Nach dem Aufgehen müssen die Sämlinge möglichst hell und besser kühl stehen, da sie bei warmem dunklem Stand vergeilen. Radieschen, Möhren, Schwarzwurzeln, Salat und Kohlrabi keimen unter einer Vliesabdeckung ...

Berlin -  ...
auch schon im Freiland. Im Frühbeet und im ungeheizten Gewächshaus können frühe Sorten Salat und Kohlrabi ausgepflanzt werden. Da im Gewächshaus die Einhaltung einer normalen Fruchtfolge nicht möglich ist, sollte zumindest ein Teil der Erde in regelmäßigen Abständen gegen mit gut verrottetem Kompost verbesserte Erde aus dem Garten ausgetauscht werden. Auch der Anbau von Gründüngungspflanzen vor bzw. nach der Hauptkultur trägt zur Stabilisierung der Bodenverhältnisse bei. Vorgekeimte Frühkartoffeln können bei einer Bodentemperatur von 8°C in die Erde gelegt werden. Mit einer Vlies- oder Folienabdeckung der Anbaufläche kann so eine frühere Ernte ermöglicht werden. Für 10 m² reichen etwa 3 kg Saatkartoffeln aus. Werden bei der Vorbereitung der Gemüseanbauflächen jetzt etwa 3 Liter Kompost je Quadratmeter oberflächlich in den Boden eingearbeitet, erübrigt sich der Einsatz von Mineraldünger. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Beim vorgesehenen Anbau von Starkzehrern wie Kohl oder Zuckermais können zusätzlich Hornspäne gegeben werden, ebenso bei der Pflanzung starkzehrender Prachtstauden. Die vorbereiteten Beete nach dem Glattharken noch 2 Wochen ruhen lassen, damit sich der Boden vor der Aussaat noch ausreichend setzen kann. Zur Pflege des Rasens sollte dieser jetzt mit einer Eisenharke abgeharkt und dann gedüngt werden, am besten mit Kompost. Vertikutiert wird erst nach dem ersten Rasenschnitt, wenn die Wurzeln wieder voll ausgebildet sind. Schnittmaßnahmen beim Kernobst sind bis Monatsende abzuschließen. Dabei sind auch von Mehltau befallene Triebe und Fruchtmumien zu entfernen. Vor allem starkwachsende Steinobstsorten können noch bis zur Blüte geschnitten werden. Der späte Schnitt erleichtert die Wundheilung. Stachelbeeren auf Mehltaubefall kontrollieren, befallene Triebe ausschneiden. Strauchbeeren sind Flachwurzler und benötigen deshalb im Wurzelbereich eine Abdeckung mit organischem Material. Die Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden und liefert bei der Verrottung kontinuierlich Nährstoffe. Sommerblühende Clematis können vor dem Austrieb im März bis auf ca.80 cm zurückgeschnitten werden. Mit dem Rosenschnitt wartet man noch bis zur Forsythienblüte. Bei Kletterrosen werden die vorjährigen Langtriebe geschont, älteres Holz wird kräftig ausgelichtet.

Quelle Otto Frauenbergers Gartenkalender 

aktualisiert von Andreas Neumicke, 12.10.2017, 09:19 Uhr


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